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"Vor einigen Jahren bauete ein Landmann Weizen auf einem schönen Feldstriche am Abhange eines Berges und erntete sehr reichlich; als er für das künftige Jahr bestellen wollte, schoß der ganze Acker gegen zehn Klafter herab, und es fand sich, daß ein unterirdischer Fluß unter demselben hingegangen war, und den Grund ausgewaschen hatte, daß er einstürzen mußte."
(Johann Gottfried Seume, Spaziergang nach Syrakus im Jahr 1802. Greno Verlag)
Wandern in Slowenien

Slowenien bildet sicherlich für die meisten Mitteleuropä;er noch ein unbekanntes Wanderland, obwohl es der europäischen Union angehört. Das kleine Land im Südosten Mitteleuropas zwischen Alpen und Adria, umgrenzt von Österreich, Ungarn, Kroatien und Italien, besitzt eine Fläche von gut 20.000 km² und hat damit in etwa die Größe des deutschen Bundeslandes Hessen. Die Einwohnerzahl beträgt dagegen mit knapp 2 Millionen nur ein Drittel der Hessens.

Partisanendenkmale
Partisanendenkmal
Partisanendenkmal (000 KB)

Bis zum Ende des 1. Weltkrieges gehörte das Land zu Österreich-Ungarn. Anschließend wurde es der jugoslawischen Monarchie zugeschlagen. Während des 2. Weltkrieges litt das Land unter der Nazi-Herrschaft, wovon noch heute die häufigen Partisanendenkmale am Wanderweg zeugen. Nach dem Krieg wurde es Teil der sozialistischen Volksrepublik Jugoslawien.

Partisanendenkmale
Partisanendenkmal
Partisanendenkmal (000 KB)

Nach dem Tod des jugoslawischen Staatspräsidenten Tito erklärte sich Slowenien im Jahre 1991 für unabhängig und wurde gleich von Jugoslawien einem 10-tägigen Krieg unterzogen.

Hauptstadt ist das 330.000 Einwohner zählende Ljubljana (Laibach). Amtssprache ist slowenisch. Aber auch ungarisch und italienisch wird von Minderheiten (fast 230.000 Menschen) gesprochen. Wer nicht einer slawischen Sprache mächtig ist, kommt am besten mit der englischen Sprache durch. Von den jüngeren Leuten sprechen nur wenige deutsch.

Slowenien ist ein Gebirgsland. Ca. 70 % der Oberfläche ist bergig, wobei davon allein 42 % auf die Alpen und deren Ausläufer entfallen.

Daher ist das Klima im größten Teil des Landes alpin bzw. kontinental. Da aber Slowenien auch Zugang zur Adria hat, herrscht dort mediterranes Klima.

Höchster Berg ist der Triglav (2.864 m), nach dem auch der große Nationalpark benannt wurde. Den längsten Fluss bildet mit 220 km der Donauzufluss Save.

Slowenische Berglandschaften
Slowenische Berglandschaften
An der Höhle
von Skocjan (000 KB)

Das Land ist berühmt für seine Karstlandschaften. Karstquellen, Dolinen, Höhlen, Trockenrasen, kahle weiße Felsen und andere Karsterscheinungen trifft man häufig an. So liegt der größte See, der allerdings nur periodisch erscheint, direkt an der Wanderroute. Es handelt sich um den See von Cerknica. Auch die beiden berühmtesten Höhlen passiert man: die Grotte von Postojna und die von der UNESCO als Welterbe eingestufte Höhle von Skocjan.

Eine große touristische Attraktion an der Wanderroute ist das Gestüt von Lipica, hier werden die berühmten Lipizzaner gezüchtet.

Slowenische Berglandschaften
Slowenische Berglandschaften
Bei Cerknica (000 KB)

Slowenien ist ein aufstrebender Industriestaat. In allen Teilen des Landes - auch in den ländlichen - trifft man auf Industriebetriebe. Insbesondere gilt dieses für den Großraum Ljubljana, aber auch für den Südwesten zwischen Sezana und der italienischen Grenze. Auf der hier angebotenen Wanderung überwiegen allerdings bei weitem Wald und Wiesen.

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